Hier ein paar allgemeine Tipps zum DJ´ing:

Tonarmgewicht einstellen

Halte den Tonarm (mit System) ganz nah an den Plattenteller und drehe das Gewicht des Tonarmes solange nach hinten, bis der Tonarm frei schwebt. Setze dann die Skala der kleinen Scheibe auf 'Null'.

Drehe jetzt das Gewicht (zusammen mit der kleinen Scheibe) auf das für dein System empfohlene Gewicht. Teste zum Schluss, ob die Platte beim Zurückziehen springt. Tut sie dies, kannst du das Gewicht noch etwas erhöhen. Stelle es jedoch nicht viel zu hoch ein, da sonst dein System und auch deine Platten Schäden davontragen können.


Finanzielles zum DJ´ing

Das [DJs-ONLY.com]-Team empfiehlt dir als DJ grundsätzlich: Besorge dir einen Gewerbeschein bei der zuständigen Gemeinde oder Stadtverwaltung. Die meisten Clubs und Discotheken erwarten nämlich, dass die Abrechnung mit dem DJ auf dessen Rechnung läuft.

Du hast dadurch übrigens auch Vorteile: Die angeschafften Tonträger, Equipment usw. kannst du beim Finanzamt absetzen. Setze dich einfach mal mit deinem Steuerberater zusammen und lass' dich gründlich informieren.

Noch ein Tipp zum Thema "Schwarzarbeit":
Als DJ stehst du in der Öffentlichkeit. Und schon mancher DJ oder Musiker hat sich gewundert, wo das Finanzamt nach Jahren die Informationen her hat. Der Ärger ist dann groß und kostet natürlich auch 'ne Menge. Gehe also lieber auf Nummer sicher und gib die Gigs, die du hattest, auch an. Dann kann nichts passieren.


Was braucht man zum Auflegen?


Etwas Wichtiges gleich zu Beginn: Du solltest dir schon ziemlich sicher sein, wirklich DJ werden zu wollen. Denn selbst wenn du das billigste Equipment kaufst, musst du dafür auf jeden Fall mehrere hundert Euro ausgeben.

Du hast einen Freund oder Bekannten, der bereits DJ ist? Um so besser. Dann kannst du das Ganze mal ausprobieren und vielleicht sogar einen Abend mit ihm hinterm DJ-Pult stehen und sehen, was sonst noch so abgeht.

Wenn du dir 100% sicher bist, kannst du mit dem Einkauf von Equipment loslegen. Das [DJs-ONLY.com]-Team empfiehlt dir, dich an einen kompetenten Berater in einem Fachgeschäft zu wenden. Dort kannst du nämlich alle Geräte vor dem Kauf ausprobieren und Fragen stellen, falls dir etwas nicht ganz klar ist.

Entscheide dich: CD, Vinyl oder beides?

Es ist ganz egal wofür du dich entscheidest. Sei dir über Folgendes im Klaren:
Als DJ in größeren und gut frequentierten Clubs und Discotheken solltest du stets die aktuellen Scheiben im Gepäck haben. Und da ist definitiv die gute alte Schallplatte die bessere Lösung, denn die neuen Sachen kommen meist zuerst als Vinyl heraus.

CDs hingegen haben den Vorteil, dass wirklich jeder welche hat und man sie auch selber brennen kann (Vorsicht: keine illegalen Kopien). Sie ist jedoch nicht so etabliert und einige DJs behaupten sogar, dass, wenn man nicht mit Vinyl auflegt, auch kein richtiger DJ ist. Im Endeffekt ist es natürlich dir überlassen, womit du nun anfängst. Du wirst schon den richtigen Weg wählen.

Nun aber zum Thema: Was brauchst du, um anzufangen?

Plattenspieler

Den sicheren Weg gehst du, wenn du die Geräte von Technics kaufst. Diese Turntables sind zwar teurer als alle anderen Plattenspieler; sie sind jedoch nahezu unverwüstlich und haben sich im Discotheken-Einsatz immer bewährt. Die Standard-Modelle (SL-1200/1210 MK2/M3D) zeichnen sich durch hohe Qualität aus und werden jedem Anspruch gerecht.

Außerdem benötigst du Tonabnehmer-Systeme. Sie sind für den Klang und das Verhalten beim Zurückziehen der Platte verantwortlich. Hier hat sich im Laufe der Jahre die Ortofon-Concorde-Serie durchgesetzt.

CD-Player

Bei CD-Playern handelt es sich natürlich nicht um die Geräte, die man zu Hause in der Hifi-Anlage stehen hat. Pitchbare CD-Player (die Geschwindigkeit der Tracks lässt sich verändern) wie sie von Denon und Pioneer gebaut werden, sind in den meisten Discos Standard.

Mixer

Bei Mischpulten unterscheidet man zwischen:
· Battle-Mixern (2 Kanäle)
· 3-Kanal-Mixern (3 Kanäle)
· Club-Mixern (4 und mehr Kanäle)

Die Anzahl der Kanäle zeigt dir, wie viele Turntables/CD-Player du gleichzeitig nutzen kann. Zusatz-Features wie Equalizer für jeden Kanal (praktisch unverzichtbar), Sampler, Beatcounter, Punch-Buttons, usw. sollte ein professionelles Mischpult ebenfalls haben. Auf Art und Haltbarkeit der Fader, Ergonomie und natürlich Verarbeitung des Mixers solltest du auch achten. Weit verbreitete Hersteller sind Vestax, Pioneer, Dynacord, …

Kopfhörer

Wichtig: Du solltest dich mit deinem Kopfhörer wohl fühlen. Der beste Klang und die höchste Lautstärke bringen nichts wenn die Headphones nach 5 Minuten drücken. Auch bei Kopfhörern empfiehlt es sich, ein Fachgeschäft aufzusuchen, um sie auszuprobieren.

Sony, Technics und Sennheiser sind die am meisten verbreiteten Hersteller.

Verstärker und Boxen

Die oben genannten Geräte kannst du normalerweise mit jeder Hifi-Anlage kombinieren. Schließe einfach den Ausgang des Mixers am Aux-Anschluss der Anlage an. Wenn du auf Parties auflegen möchtest, solltest du dich jedoch nach einer vernünftigen PA-Anlage umschauen. Auch hier wendest du dich am besten an ein Fachgeschäft.

Alles besorgt? Dann kann es losgehen, wenn du dir eine ausreichende Menge an Tonträgern zugelegt hast. Noch Fragen? Dann schreib' uns. Wir helfen dir gerne weiter.

Wie mixt man eigentlich?



Beim Mixen geht es darum, zwei Tracks in der Geschwindigkeit so anzugleichen, dass du sie ineinander laufen lassen kannst und so einen möglichst nahtlosen Übergang erzeugst. Das klingt einfach, ist es aber nicht.

Und so funktioniert es:

Mixen mit CD-Playern:

Lege 2 CD´s in die beiden Laufwerke und lass' die erste CD spielen (über die Anlage). Höre dir dann über Kopfhörer die zweite CD an, such' eine Stelle, die mit einem guten Beat anfängt und setzt den Cue direkt vor den ersten Bass-Schlag.

Dann kommt die typische DJ-Pose. Eine Ohrmuschel auf das eine Ohr und das andere freilassen, so dass du mit dem freien Ohr den Ton der Anlage hören kannst.

Du musst jetzt synchron mit dem Beat (Anlage) die neue CD starten (Der Fader muss noch unten sein). Jetzt genau hinhören und merken, ob der Beat "rausläuft", also der zweite Track schneller oder langsamer läuft als der erste. Mit den Pitch-Bend-Tasten (+ und -) kannst du den Track nun anschieben bzw. abbremsen, damit die Beats wieder übereinander liegen.

Wenn du angeschoben hast, schiebe den Pitch-Fader des CD-Players mit dem reinzumixenden Track ein Stück nach unten, damit der Track insgesamt etwas schneller läuft. Wenn du abgebremst hast, schiebe den Pitchfader etwas nach oben. Weiderhole das Ganze nun so lange bis du meinst, dass die beiden Tracks gleich schnell sind.

Wenn alles passt, setze den Player wieder zurück (Cue). Nun suchst du dir noch die Stelle im Track (der gerade über die Anlage läuft), wo du reinmixen möchtest. Beat auf Beat, konzentrieren und los! Höre nochmal über den Kopfhörer, ob alles passt! Schiebe dann den Regler, der noch unten ist, langsam nach oben. Wenn sich der Mix gut anhört, Kopfhörer abnehmen und den anderen Regler langsam runterziehen.

Solltest du das auf Anhieb geschafft haben, hast du entweder in beiden CD-Playern das gleiche Lied oder mehr Talent als jeder andere zuvor. Fakt ist: Es gehört sehr viel Übung dazu, bis du das reibungslos schaffst. Also, nicht aufgeben und immer schön üben, üben, üben…


Mixen mit Vinyl:

Mit Vinyl ist es ähnlich. Du kannst nur keinen Startpunkt speichern (höchstens visuell mit einem kleinen Aufkleber) und musst die Platte immer manuell anschieben oder abbremsen… der Rest ist gleich.